Über uns

 

Stadtmusik Dietikon


Die gut 60 Musikantinnen und Musikanten treten jährlich über 20 mal in der Öffentlichkeit auf. Das Musikkorps bereitet sich mit 50 bis 60 Proben im eigenen Probelokal intensiv darauf vor.

Das Stadtmusik Dietikon pflegt verschiedene musikalische Stilrichtungen – die Palette reicht von zeitgenössischen Originalkompositionen über moderne Unterhaltungsmusik bis zu traditioneller Blasmusik.

Das heute mit rund 60 Aktiven und einer 6-köpfigen Tambourengruppe stattliche Harmonie-Blasorchester weist einen Anteil weiblicher Mitglieder von derzeit rund 40% auf. Das Durchschnittsalter beträgt 35 Jahre. Seit 1994 besitzt die Stadtmusik auch ihr eigenes Probelokal. Mit dem Wandbild «G-Schlüssel» des ehemaligen Stadtmusikanten, bestbekannten Schlagzeugers und Vibraphonisten sowie begnadeten Künstlers René Gubelmann ist die Stadtmusik jederzeit für alle in Dietikon präsent!  

Tambouren


Die wichtigste Aufgabe der Tambouren-Gruppe ist die Begleitung der SMD bei der Marschmusik. Unter der Leitung von Raphael Bausch trommeln die sechs Mitglieder gekonnt durch die Strassen und erlauben so den Bläserinnern und Bläser einige wertvolle Verschnaufpausen.

Beim Jahrekonzert und anderen Ständchen beweisen sie auch ihr Können mit konzertanten Vorträgen.

Die Proben der Tambouren-Gruppe findet jeweils Dienstags nach Plan von  20.00 Uhr bis 22.00 Uhr im Probelokal der SMD statt.

48 Jahre Zunftmusik (1961 – 2008)


Als vor 48 Jahren die Kämbelzunft eine neue Zunftmusik suchte, wetteiferte der damalige, schon 1891 gegründete Musikverein Eintracht Dietikon mit zwei weiteren bekannten Musikkorps um das ehrenvolle und begehrte Dauerengagement am Zürcher Frühlingsfest. Der damalige Stubenmeister, Robert Friedrich, liess es sich nicht nehmen, persönlich an einer Probe teilzunehmen, um sich ein eigenes Bild von der musikalischen Qualität und Vielfalt dieser Blasmusik zu machen. Als Musikkorps in der höchsten Spielklasse, unter Leitung des hervorragenden Dirigenten A.M.Paolucci, der das Musikkorps schon 1957 und 1958 zu grossen Erfolgen auf nationaler und internationaler Ebene geführt hatte, konnten sich die Dietiker schliesslich durchsetzen. Man munkelte, dass sich die Begeisterung einiger Musikanten mit nicht unbedingt bürgerlich-lieberaler Gesinnung anfänglich in Grenzen hielt. Doch nach 48 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit ist heute die beidseitige Sympathie unbestritten.

Die mittlerweise aus 40 Musikantinnen und Musikanten und dem Berufsdirigenten Franz Honegger bestehende Schar freut sich jedes Jahr auf den musikalischen Einsatz bei den Kämbelbeduinen. Am Anfang besteht die Zunftmusik aus lediglich 22 Mann, bedingt durch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Kostüme. Verpflegt wurde das Zunftspiel am Sechseläuten-Montag anfänglich mit einem eher frugalen Mahl in der Personalküche des Hotels St.Gotthard. Nach einigen Jahren bemängelten das die Musiker, und sie einigten sich mit der Vorsteherschaft sogar auf einen Kompromiss bei der Erhöhung der Gage. Dafür genossen sie nun ein Menü, ähnlich demjenigen der Zünfter, und zwar im Au Premier. Nach vielen Jahren folgte dann der Wechsel in die Hotelfachschule Belvoirpark.

Traditionell verläuft am Sechseläuten die morgendliche Einkleidung der Musikanten durch Zünftersfrauen. Die Erinnerungen an das frühere Kostüm sind noch sehr lebendig. Es bestand aus weiten Hosen (ca. 4 Meter Stoff mit Saum und Gummizug) und Gamaschen aus Kunststoff (schwitzen inbegriffen). Zünftersgattinnen nähten jeweils für das Fest das Kopftuch mit der Kordel auf dem Fez fest. 1973 erfolgte eine Neukostümierung, basierend auf der Idee des Musikchefs Ernst Lüthi. Die Zünftersfrau Vreni Hügi schuf das Schnittmuster für einen praktischen, weissen Overall. Diese Overalls haben sich bis heute bewährt. In Kombination mit Weste, Socken und Fez ergeben sie einerseits eine attraktive, orientalische Erscheinung, und andererseits ist dieses Kostüm auch sehr einfach zu handhaben und zu reinigen.

1976 überraschte die Stadtmusik Dietikon die Kämbelzünfter anlässlich ihres Rechenmahls mit einem musikalischen Ständchen. Dies als besonderer Gruss und zum Dank an Röbi Friedrich, welcher an diesem Tag sein 20-jähriges Jubiläum als Stubenmeister feiern durfte. Er wurde deshalb offiziell zum Ehrenmitglied der Zunftmusik ernannt. Röbi Friedrich liess es sich nicht nehmen, an diesem Abend den Marsch des Zürcher Inf. Rgt. 27 selbst zu dirigieren. Diesen Marsch hat der damals ebenfalls anwesende Kämbelzünfter Eduard Bodmer komponiert. Röbi Friedrich ist es auch zu verdanken, dass eine grosse Schar Kämbler dem Zunftspiel als Passivmitglied beigetreten ist.

1985 feierten wir das Jubiläum «25 Jahre Zunftmusik», was die Zunft zum Anlass nahm, ihrem Zunftspiel ein Sousaphon zu schenken.

Bei langjährigen Angehörigen des Zunftspiels sind auch die legendären Auftritte anlässlich der Zunftmeisterwechsel in bester Erinnerung. Im November 1992 durfte die Stadtmusik Dietikon (in Vollbesetzung, nicht als Zunftspiel) zu Ehren des neuen Zunftmeisters Dr. Andri Fenner und zur Verabschiedung des abtretenden ZM Dr. Jörg Rappold aufspielen. Der damalige Chronist des Korps schrieb explizit: «Wir spielten vor und nicht im Zunftlokal, da es unseren weiblichen Mitgliedern auch diesmal noch nicht vergönnt war, die Zunftstube von innen zu sehen.»

1998 konnte er endlich schreiben «Frauenpower am Sechseläuten». Endlich hat sich die Vorsteherschaft davon überzeugen lassen, dass ohne weibliche Unterstützung gewisse Instrumentenstimmen nicht mehr hätten besetzt werden können und die musikalische Qualität gelitten hätte. Mittlerweile haben sich auch konservative Zünfter an diese «revolutionäre» Neuerung gewöhnt.

Unsere Zunftmusik hat heute ein Durchschnittsalter von rund 37 Jahren. Somit haben die wenigsten Mitglieder die Zeit als Zunftspiel von Anfang an miterlebt.

Last but noch least: Wenn ich die Jahre richtig gezählt habe, stand im Jahr 2007 bereits ein weiteres Jubiläum an: Franz Honegger konnte dannzumal auf eine 20-jährige Dirigententätigkeit bei der Stadtmusik Dietikon zurückblicken.

Mit den besten Wünschen für eine weiterhin erfreuliche und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Quelle: «Kamelspuren» – Jahres-Chronik 2005 der Zunft zum Kämbel
Text: Christian Stüdli, Musikchef
Herzlich bedanke ich mich für die kurzweiligen Gespräche mit: Gusti Werffeli (Alt-Präsident SMD 1976-1980), Walti Fahrni (Alt-Präsident SMD 1980-1985), Friedhelm Klappert (Marketing/Propaganda-Sekretär SMD), Ernst Lüthi (Musikchef), Vreni Hügi (Zünftersgattin).


Spiel der Kämbel-Zunft


Bereits seit über 45 Jahre ist die Stadtmusik die «Zunftmusik der Zunft zum Kämbel» und vertritt dort, als Beduinen und farbiges Völkergemisch kostümiert, das Limmattal als gern gesehenes Spiel. Wie begehrt ein Dauer-Engagement als Zunftmusik ist, bezeugt der folgende Bericht aus einem Protokoll der Stadtmusik von 1960: «Als die ehrenwerte Zunft zum Kämbel vor einiger Zeit eine neue Zunftmusik suchte, wetteiferten drei bekannte Musikkorps um das begehrte Amt. Wer am Zürcher Sechseläuten und vor allem bei einer der Zünfte dabei ist, darf dies als Erfolg und Ehre buchen. Unserem Musikkorps gelang es dank Können, Präzision und Disziplin, die beiden anderen Mitbewerber aus dem Feld zu schlagen. Von nun an begleiten wir die Zunft zum Kämbel als Zunftmusik auf der Stube und im farbenfrohen Umzug. Das originelle Zunftkostüm ist ein Ehrenkleid. Der Blumenregen, der alljährlich auf Dirigent und Musiker beim Zug der Zünfte am Sechseläuten-Montag niedergeht, zeigt es deutlich: Auch dieser anspruchsvollen Aufgabe ist das Musikkorps gewachsen.»